Jochen Köhler

Was macht uns wirklich Freude? Bei mir war das recht schnell klar: Bewegung! Das ist mein Elixier. Im Taiji-Quan finde ich neben dieser Lust an der Bewegung die Möglichkeit, diese Freude an andere weiterzugeben. Und was gibt es Schöneres als das befreite Lachen auf einem Gesicht zu erleben?

Mein Studium an der Deutschen Sporthochschule (Sportwissenschaften) und an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Philosophie und Psychologie) sensibilisierten mich für die übergreifenden Ebenen meiner Ursprungsfrage. Einen tieferen Zugang zu dieser Frage bekam ich, als ich 1997 auf Jan Silberstorff traf; er führte mich in die lebendige Philosophie des Daoismus ein und begeisterte mich damit für das Taiji-Quan der Chen-Familie. Bereits vier Jahre zuvor erlernte ich während mehrerer Klosteraufenthalte in Südost-Asien die Vipassana-Meditation des Theravada Buddhismus, die ich seither praktiziere. Moderne Formen des Taiji-Quan (24-er-Peking-Form, 48er-Form, moderne Interpretationen des Yang-Stils etc.), die ich seit 1993 trainierte, legte ich zur Seite, um mich ganz dem System des Chen-Stils nach Chen-Xiaowang zu widmen.

Im Herbst 1995 gründete ich das »Taiji-Dao – Zentrum für Taiji-Quan und Qigong Wiesbaden«, an dem ich seither unterrichte. Ich selbst bezeichne mich als »Laien-Lehrer«, da ich als Diplom-Sportwissenschaftler bzw. als Gesundheitscoach selbständig arbeite. Darüber hinaus bilden meine Frau und meine Kinder das Zentrum meines Lebens.

Durch regelmäßige Besuche der Seminare meines Lehrers Jan Silberstorff, des Großmeisters Chen-Xiaowang und meines Freundes Harald Bundschuh vertiefe ich meine Praxis.

Im Herbst 2000 bestand ich die Kursleitererprüfung der WCTAG.

Foto: Jochen Köhler

 

»Im Taiji-Quan widmen wir uns der wertvollsten Sache der Welt: Unserem inneren Selbst, unserem natürlichen Wesen.«